Eine starke FDP für Erftstadt

Kompetent und sachorientiert

Leonore Bühner

Leonore Bühner

Hans-Eduard Hille

Dr. Hans-E. Hille

Gabriele Molitor

Gabriele Molitor

Franz Holtz

Franz Holtz

Renate Wintz

Renate Wintz

Reiner Wintz

Reiner Wintz

Eine neue Baulandpolitik ist gut für Erftstadt

In einer Gesellschaft mit vielen älteren und wenigen jungen Menschen zieht die weitere Ausweisung von Neubaugebieten unliebsame Folgen nach sich.

So gehen Naturräume und Kulturlandschaften durch die zunehmende Versiegelung für zukünftige Generationen dauerhaft verloren.

Wir wollen in einer Flächengemeinde wie Erftstadt in den kommenden Jahren keine weitere Ausdehnung an den Rändern, die zur Konsequenz hat, dass Ortskerne veröden. Leerstände in Ortzentren und die Versorgung von Neubaugebieten erfordern hohe Ausgaben für die Infrastruktur und beanspruchen damit den städtischen Haushalt.

Eine weitere Folge ist, dass ein Überangebot an Häusern entsteht und damit Bestandsimmobilien an Wert verlieren. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich ihr Haus auch zur Absicherung im Alter zugelegt. Ein Wertverlust hätte somit direkte, negative Auswirkungen auf die Altersvorsorge von vielen Menschen.

Daher ist es für die Politik in Erftstadt ein Gebot der Stunde, die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Flächenreserven für die Planung von Neubaugebieten in unserer Stadt (z. B. „Lange Heide" in Bliesheim und Friedhofserweiterungsfläche „Lechenich-Nord-West") nicht auszuschöpfen und gegen entsprechende Vorhaben zu stimmen. Wir halten an unserem vor zwei Jahren getroffenen Grundsatzbeschluss fest, vorerst keine größeren Neubaugebiete in Erftstadt auszuweisen.

Diese Position ist durchaus mit Offenheit gegenüber dem Zuzug von neuen Bürgern vereinbar. Erftstadt soll eine für Neubürger offene Stadt bleiben. Es muss aber zuerst die Innenverdichtung in den einzelnen Ortsteilen Vorrang haben, um hier die Siedlungsdichte zu erhöhen. Schätzungen zufolge sollen in unserer Stadt ca. 2000 Baulücken vorhanden sein. Hierüber brauchen wir genaue Angaben und fordern deshalb die Erstellung eines Baulücken- und Brachflächenkatasters.

Des Weiteren fordert die FDP ein Leerstandsmanagement, da zunehmend die Ortskerne wegen unansehnlicher, leer stehender Immobilien an Attraktivität verlieren. Zu einem städtischen Leerstandmanagement gehört zum Beispiel auch, Grundstücke und Immobilien aufzukaufen, um Quartiere weiter entwickeln zu können. Zur genauen Ausgestaltung des Leerstandmanagements wollen wir externen Sachverstand zu Rate ziehen.

Zudem müssen die Bebauungspläne vorhandener Baugebiete systematisch überarbeitet werden, damit bebaute und unbebaute Grundstücke besser nutzbar gemacht und den Erfordernissen einer modernen und energetischen Sanierung entsprechend angepasst werden können. Veränderungen im Baurecht von Wohngebieten müssen im Einklang mit bereits bestehender Bebauung geschehen, damit nicht der Charakter eines Viertels verloren geht.

In unserer immer älter werdenden Gesellschaft und in Anbetracht der sich wandelnden Lebensformen der Menschen ändert sich auch die Nachfrage nach Wohnraum.

Der Fokus lag in den vergangenen Jahren fast ausschließlich auf jungen Familien mit Kindern und führte zur Erschließung etlicher Neubaugebiete.

Zunehmend suchen jedoch heute ältere Menschen, Singles, Alleinerziehende mit Kindern nach bezahlbaren und barrierefreien Wohnungen.

Daher müssen Investoren gefunden werden, die in Erftstadt Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts bauen und somit den Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger Rechnung tragen. Hierbei darf aber nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen. Die Innenraumverdichtung muss sich der vorhandenen Bebauung anpassen.

Viele ältere Bürgerinnen und Bürger wollen oft auch bei Pflegebedürftigkeit selbstbestimmt in barrierefreien oder barrierearmen Wohnungen leben und sind neuen Wohnformen gegenüber sehr aufgeschlossen. Dennoch wird es einen weiteren Bedarf an Pflegeeinrichtungen geben. Die FDP legt bei der Planung von Pflege- und Seniorenheimen Wert auf eine Anbietervielfalt und lehnt eine örtliche Konzentration von Pflegeheimen ab.