Eine starke FDP für Erftstadt

Kompetent und sachorientiert

Leonore Bühner

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Hans-Eduard Hille

Dr. Hans-E. Hille

Gabriele Molitor

Gabriele Molitor

Franz Holtz

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Renate Wintz

Renate Wintz

Reiner Wintz

Reiner Wintz

Sanierung des Schulzentrums Lechenich gibt Chance für Campus-Quartier

Die FDP-Stadtratsfraktion Erftstadt hat umfangreiche Vorschläge in einem eigenen Eckpunkte-Papier zur Sanierung des Schulzentrums Lechenich erarbeitet und an Bürgermeister Volker Erner gesandt. Die dringende Modernisierung der Gebäude von Gymnasium und Realschule wollen die Liberalen zum Anlass nehmen, das gesamte Viertel zwischen Kölner Ring, westlichem Teil der Dr. Josef-Fieger-Straße und des Hennes-Weisweiler-Wegs einschließlich des neuen Sportplatzes auf der Nordseite des Kölner Rings und der Nordschule planerisch mit zu berücksichtigen. „Die FDP-Stadtratsfraktion will das durch Bildungs- und Sporteinrichtungen geprägte Gebiet städtebaulich zu einem Quartier mit offenem Campus-Charakter entwickeln", erläutert Fraktionschef Dr. Hans-Eduard Hille.

Dazu sei es notwendig, die Turnhallen, das Freibad, den Tennenplatz und den Allwetterplatz in die Freiraum- und Wegeplanung einzubeziehen. „Es macht Sinn, das Plangebiet so zu fassen, dass die angrenzenden Wohnstraßen wie Dr. Josef-Fieger-Straße, Adlerweg, Finkenweg und Amselweg vom motorisierten An- und Abfahrtsverkehr entlastet werden. Damit verbunden, ist die Verlagerung der zentralen Erschließung des Schulzentrums weg von der Josef-Fieger-Straße."

Die Sanierung der Schulgebäude soll nach den Vorstellungen der FDP-Stadtratsfraktion Gebäudeteile besser zuordnen und Räumlichkeiten von Schulleitungen, Sekretariaten und Lehrerzimmern näher zusammenbringen. Neben einer besseren Akustik der Klassenräume, Sonnenschutz für die Fenster ist die energetische Sanierung eine weitere Forderung für die Planungen. „Barrierefreiheit in einer Bestandsimmobilie herzustellen, ist oft eine schwierige Aufgabe. Wir wollen soweit wirtschaftlich vertretbar das engere Schulzentrum barrierefrei gestalten und für die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung zusätzliche Räume vorsehen", erklärt Hille. „Mehr Flexibilität bei der Raumnutzung soll genauso eingeplant werden wie ein gemeinsamer Mensabereich von Gymnasium und Realschule. Wichtig ist uns außerdem, schon bei der Gebäudeplanung auf die Sicherheit zu achten. Die Möglichkeit Eingangsbereiche kontrollieren zu können und Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung von Amokläufen oder sonstigen Gewalttaten einzubauen, soll von den Planern und Architekten mitgedacht werden", so Hille.

„Zu den politischen Kernforderungen der FDP-Stadtratsfraktion Erftstadt gehört seit jeher, ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Schulangebot für Erftstadt zu schaffen. Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern eine gute Lern- und Lehrumgebung bereit zu stellen sowie die Umgebung des Lechenicher Schulzentrums fortzuentwickeln. Dazu besteht nun die große Chance," fasst Hille zusammen.

Eckpunkte der FDP für die Sanierung des Schulzentrums Lechenich

1. Städtebauliche Entwicklung und Einbindung des erweiterten Schulzentrums

1. 1 Das erweiterte Schulzentrum umfasst den gesamten Komplex zwischen Kölner Ring, westlichem Teil der Dr. Josef-Fieger-Straße und Hennes-Weisweiler-Weg einschließlich des neuen Sportplatzes auf der Nordseite des Kölner Rings und der Nordschule.
Ein wesentliches Ziel der Sanierung des Schulzentrums ist die städtebauliche Entwicklung des durch die Bildungs- und Sporteinrichtungen geprägten Gebiets zu einem charakteristischen Quartier mit offenem Campus-Charakter. Die Turnhallen, das Freibad, der Tennenplatz und der Allwetterplatz sind als Teil des Campus in die Freiraum- und Wegeplanung einzubeziehen.

1.2 Im Zuge der Sanierung sollen die angrenzenden Wohnstraßen Dr.-Josef-Fieger-Straße, Adlerweg, Finkenweg und Amselweg von motorisiertem An- und Abfahrtsverkehr entlastet werden. Der Verkehr zum Absetzen und Abholen von Schülerinnen und Schülern soll aus der Dr. Josef- Fieger-Straße an die zentrale Erschließung des Schulzentrums verlagert werden.

1.3 Für die Schülerinnen und Schüler, die mit dem Bus an- und abfahren, ist ein Busbahnhof mit ausreichenden Unterstellmöglichkeiten vorzusehen.

1.4 Fahrradstellplätze sind hinsichtlich der Nähe zu den Gebäuden gegenüber Kfz-Stellplätzen zu bevorzugen.

1.5 In unmittelbarer Gebäudenähe sollen nur Stellflächen für Behinderte und Lieferanten/Handwerker angeordnet werden.

2. Funktionale und gestalterische Sanierung des engeren Schulzentrums

2.1 Das engere Schulzentrum besteht aus den bisher vom Gymnasium und der Realschule genutzten Gebäuden. Im Zuge der Sanierung sollen die funktionalen Zuordnungen der Gebäudeteile entsprechend den Bedürfnissen der Schulen verbessert werden. Wesentliche Eckpunkte dafür sind die räumliche Zusammenfassung der jeweiligen Schulleitungen, Sekretariate und Lehrerbereiche,
die Verbesserung der Akustik in den Klassen, die Herstellung eines guten Sonnenschutzes und die energetische Sanierung der Gebäude.

2.2 Das engere Schulzentrum ist soweit wie wirtschaftlich vertretbar barrierefrei zu gestalten. Die für die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung erforderlichen zusätzlichen Räume sind einzuplanen. Die Wettbewerbsbeiträge sollen mit Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit abgestufte Vorschläge der Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit ausarbeiten.

2.3 Soweit dies im Rahmen der bestehenden Gebäude möglich ist, sollen Optionen geschaffen werden, die Räume an sich verändernde Lehr- und Lernformen anzupassen.

2.4 Für Gymnasium und Realschule ist ein gemeinsamer Mensabereich zu entwickeln, der eine gemeinsame Nutzung durch Schüler- und Lehrerschaft fördert.

2.5 Für das engere Schulzentrum sind ein oder zwei Eingangsbereiche deutlich ablesbar herauszubilden. Innerhalb des engeren Schulzentrums ist eine klare Orientierung zu schaffen, welche Bereiche welcher Schule zugeordnet sind. Dabei müssen Änderungen der Schulzuordnung möglich sein.

2.6 Das engere Schulzentrum muss innerhalb und Außerhalb der Gebäude den Bedürfnissen des Nachmittags- und Ganztagbetriebs entsprechen und Aufenthalts- und Bewegungsräume bereitstellen.

2.7 Die Gebäudeplanung soll den Aspekt der Sicherheit vor Gewalttaten berücksichtigen. Dazu gehören die Möglichkeit der Kontrolle des Zugangs von schulfremden Personen und die Sicherungsmaßnahmen bei Amokläufen oder sonstigen Gewalttaten.

3. Planungsspielräume

3.1 Die bisher von der Stadtbücherei/Artothek genutzten Pavillons sollen im Zuge der Sanierung entfernt werden. Stadtbücherei/Artothek sollen zukünftig nicht mehr im Schulzentrum untergebracht werden. Die bisher von Stadtbücherei/Artothek genutzte Grundstücksfläche kann anderweitig überplant werden.

3.2 Die alte Tennishalle steht zur Disposition. Die Grundstücksfläche kann anderweitig überbaut oder als Freifläche genutzt werden.

3.3 Der Tennenplatz und die Nebenanlagen stehen im Rahmen der Freiflächen- und Wegegestaltung zur Disposition.

3.4 Es soll geprüft werden, ob die südlichen Teile der Freiflächen des Freibades außerhalb der kurzen Freibadsaison in den Campus einbezogen werden können.

Die Verwaltung soll zudem darzustellen, welche Fördermöglichkeiten für das Sanierungsvorhaben bestehen und welche Schritte eingeleitet werden müssen, um Fördermöglichkeiten für die städtebauliche Entwicklung des Quartiers in Anspruch nehmen zu können.